Rock´n´Valencia.

Eine Bus Station mitten in Valencia, alle waren ruhig, fast am schlafen. Wie dem auch sei – „Zack, die Bohne“, wie Gina Lisa, die einstige Germany´s Next Topmodel Anwärterin, zu sagen pflegte.

Es war 6.30 Uhr, Samstag morgens. Ich war platt, gerädert, einfach müde und fertig mit der „Expedition Valencia“. Ich nutzte die Gelegenheit der Kraftlosigkeit, um mich zu sammeln. Es dauerte einige Minuten. 

Mit neuem Mut im Gepäck stapfte ich nun aus der Glastür des Busbahnhofes. Der spanischen Kälte um diese Uhrzeit sei Dank, begann ich einen Schritt zuzulegen. Und da ich kein Handy hatte, das funktionsfähig war, um nach dem Hostel zu suchen, hielt ich Ausschau nach einem Taxi. Ein Glück, dass mir noch die Straße des Hostels einfiel, denn der junge Mann hinterm Steuer sprach kein Englisch oder wollte kein Englisch sprechen und wusste partout nicht wo das Red Nest Hostel sein sollte. Naja, Verständigungsschwierigkeiten, aber immer hin ich war am Ziel.

Nach einem Nickerchen und einem Spaziergang sollte ich zwei Erasmus Mädels kennen lernen. Es war spaßig. Wir tranken eine Flasche Wein und sie zeigten mir die Stadt. Im späteren Verlauf luden sie mich noch zum Valencianischen Karneval, sowie einem anschließenden „Beisammen-Trinken“ ein.Valencianischer Karneval kann man sich vorstellen, wie eine Mischung aus brazilianischem und kölschem Karneval, nur kleiner. Auf jedem Wagen befindet sich eine Art Königin, die sich halbnackt und gut behangen (natürlich mit Federn und Schmuck) rhythmisch zur Musik bewegt, begleitet von mehreren anderen Menschen, die tanzen, lachen und trinken. Auch sie sind verkleidet. Viele Gruppen haben Live-Bands, manche hingegen traditionelle, aber sehr fesselnde Klänge aus dicken Boxen. Die Menschen singen, tanzen und klatschen, es ist eine riesen Party, aber ohne Kamelle oder der gleichen.

Bei einer Walking Tour durch Valencia, die an diesem Tag komischerweise nur von deutschen besucht wurde, durfte ich einige Zeit mit Franzi und Caro verbringen. Wir verbrachten einige Stunden oin der grünen Lunge von Valencia, ein ehemaliges Flussbett, das nach einem Hochwasser mit Todesfällen zu einem riesigen Park umgestaltet wurde. Wir tranken – naja – Wein. Am Abend war ein Essen geplant mit anderen Studenten und Studentinnen, mit anschließendem Salsa und Batchata Kurs. Sie luden mich auch dazu ein. Es war großartig. Und überhaupt begegnet man sehr vielen netten Menschen.

Die kommenden Tage in Valencia beschränkte ich mich darauf, die Rezepte zusammen zu schreiben und vor allem die Arbeit meiner Leber auf ein Minimum zu reduzieren, denn durch die zahlreichen Abende in Barcelona, war der Alkoholgenuss „relativ“ hoch gewesen.

Das Wochenende war dann doch in greifbarer Nähe und nach 2 Tagen „Ruhepause“, befand ich mich Donnerstag schließlich, ganz spontan, in einem kleinen unauffälligen Pub, an einem Tisch mit vielen jungen Leuten aus aller Welt, wieder. Unter anderem, Rocio und Kike, wir gingen anschließend ein bisschen tanzen. Wir verabredeten uns für den nächsten Abend. Das war echt nice, ein paar lustige Leute, etwas zu trinken, Karten und alle mit dem Ziel gemeinsam in einem Club zu landen. Das Ende der Geschichte sollte sein, dass ich das ganze Wochenende mit ihnen verbringen konnte. Fuck – war das lustig.

Culinaryhitchhiker Tipp N°14: Lasst euch auf solche Begegnungen ein.

Fortsetzung folgt…