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Wiedersehen am anderen Ende der Welt.

Ich war also im Begriff mich auf den Weg nach Sydney zu machen. Aufregend. Schließlich war meine letzte Aktion, per Anhalter durch die Gegend zu reisen, schon fast ein Jahr her – und Hey, es war nicht Australien.

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Sonnenuntergang in St. Kilda, einen Abend zuvor.

Die Sonne sollte mich an diesem Tag nicht wecken, es war eher das Kribbeln der Insekten und die australische Hitze. Es war wolkig in Melbourne. Ich machte mich sofort auf. Der ein oder andere gesund lebende Australier sah mich bei seinem morgendlichen Lauftraining durch den Park. Die Begegnung sollte niemanden stören, ich nahm sogar ein freundliches Grinsen wahr, verbunden mit einem kleinen, aber begrüßendem Nicken. Es fühlte sich gut an.

Ich startete mit einem leckeren Kaffee. Anschließend ging es einige Stationen mit der Tram in Richtung Highway, was sich als Fehler herausstellen sollte.

Alte Straßen – Neue Wege

Dort stand ich nun, an einer viel befahrenen Kreuzung, die Nord-östlich nach Sydney zu führen schien. Ich befand mich am Anfang des „Princess Highways“, leider wird er heut zu Tage nicht mehr oft genutzt. Es lief nicht gut. Im Grunde wurde ich zwei mal darauf hingewiesen, dass dies nicht die richtige Stelle sei, um nach Sydney zu hitchhiken. Entsprechend der Situation warf ich alle meine Pläne über Bord und sollte es bald am anderen Ende der Stadt versuchen. Das lief genauso beschissen – grins – bis eine Frau mich, von dem unendlichen Leid und den Qualen, die mir widerfahren waren, erlöste – zu der (beinahe) göttlichen Fügung, seiner Güte und der Dankbarkeit später mehr.

Nach mindestens weiteren 60 Minuten Tramfahrt, befand ich mich am nördlichen, äußeren Rand von Melbourne, auf der Sydney Road. Offensichtlich eine Straße, die nach Sydney führen sollte. Damals war auch sie eine heftig befahrene Straße in die größte Stadt des Kontinents und perfekt um per Anhalter mitgenommen zu werden. Doch als der Freeway gebaut wurde, verlief sich auch diese einst viel befahrene Straße im Sand. Es begann zu regnen. So stand ich also einige Zeit an der Sydney Road. Als ich dann endlich mitgenommen wurde, war es eine junge Künstlerin in einer noch künstlerischen Karre. Das Auto war sehr klein, nicht mehr ganz so geil in Schuss, aber damit mit um so mehr Charme. Im Innenraum stank es förmlich nach Farbe, ihre Finger waren voller bunter Flecken und sie war unheimlich interessiert. Wir fuhren nur circa 10 Minuten zusammen, da sie mich nicht weiter mitnehmen konnte. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, fragte sie mich regelrecht aus. Was ich mache. Wo ich her komme. Wo ich hin möchte. Ob ich nach Norden will, und eventuell einen Freund von ihr besuche et cetera. Ich war sehr angetan. Sie war so voller Energie. Sie stoppte an einer Kreuzung, an der sie mich liebevoll verabschiedete.

Ich lief einige Zeit. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört. Es ging sich ziemlich angenehm, muss ich sagen, bis ich an einem Industriegebiet mit einer Tankstelle vorbei kam. Ich entschloss mich dort zu warten. Lustigerweise dauerte es nicht lange, als eine Frau auf meine Frage, ob sie mich ein Stück in Richtung Sydney bringen könne, erwiederte, ich sollte doch nicht trampen. Es wären viele Arschlöcher und gefährliche Leute unterwegs. Ich staunte nicht schlecht. Naja. Cool, wie ich bin, ließ ich mich davon nicht beeindrucken und meinte, dass das voll okay ist und ich gerne trampen würde. Ich war ja auf der Suche nach abenteuerlichen Begegnungen und das Hitchhiken konnte sie mir schließlich nicht ausreden. Als sie von der Tankstelle fuhr winkte sie mir, mit sehr besorgter Miene, zu.

Glühende Spannung in Melbourne.

Die darauf folgenden Minuten waren nur verrückt. Ich saß nicht lange auf dem Boden. Es war ein kleines Stück Gras neben der Tankstelle, weil ich Grün, Natur und so – ziemlich gerne mag. Gelegentlich hielt ich sogar das Pappschild hoch, auf das ich heute morgen ganz Fett „Sydney“ geschrieben hatte. Es muss wohl sehr gelangweilt oder depremiert gewirkt haben, da kam eine einsame Frau auf mich zu. Sie war kräftig, mittelgroß mit schwarzem, langem Haar, hatte ein T-Shirt an, an dem die Ärmel abgeschnitten waren und sie trug offensichtlich einige Tattoos. Die Statur ähnelte der eines Türstehers. Mit langsamen, lässigen Schritten näherte sie sich mir – Furchterregend sag ich euch. Ich hatte gerade noch Zeit ein mal an meiner Zigarette zu ziehen, um meine Nervosität gekonnt zu überspielen. Sie stand vor mir, schaute mich berührt an und war der festen Überzeugung, ich wäre ein armes Lämmchen, dem geholfen warden muss. Ich spürte ihr Sympathie für scheinbar oder augenscheinlich hilflose, junge Menschen, wie mich.

Sie verspürte einen tiefen, inneren Drang mir zu helfen. Sie wollte mir sofort 50 Bucks für ein Zugticket geben, es wäre kein Problem für sie. Außerdem fragte sie, warum ich dort sitze, ob ich Hilfe brauche, dass ein Zug doch sicherer und einfacher wäre. Ich antwortete das selbe, was ich bei der letzten Dame auch sagte, dass alles in Ordnung ist und ich hier gerne auf das nächste Auto warte, das nach Sydney fährt. Im selben Moment drehte sie sich um mit den Worten „I am gonna ask the Taxidriver over there, where the next trainstation is“. Zack, da hatte sie mich. Wir hatten nicht später als 10.30 Uhr morgens, also noch sehr früh, wie sich versteht, und trotzdem schlüpfte ich, von da an, in die Rolle des hilfebedürftigen Hitchhikers. Alle Leute in ihrer Reichweite wurden nun gefragt, wie es sich mit den Tickets nach Sydney verhält, wo die nächste Bahnstation war und so weiter. Als sie alles Mögliche versucht hatte herauszufinden, was jetzt wohl am ehesten zu tun ist, stieg ich etwas zögernd zu ihr ins Auto ein und wir fuhren davon.

Einige Schritte mit Gottes Kraft.

Wir erreichten das nächste Nest, außerhalb von Melbourne. Da standen wir an einer beliebigen Bahnstation, wo niemand war, der Tickets verkaufte, niemand stand, der uns helfen konnte und auch keine Züge fuhren. Die spannende Frau hielt ein kurzes Telefonat. Sie schien etwas überfordert und auch ich war mir nicht mehr sicher, was ich in diesem Moment tat. „Fair enough“, dachte ich. Kurz darauf meinte sie, wir müssen wieder in die Innenstadt, nach Melbourne/Central Business District, um dort ein Ticket zu kaufen und den Zug zu bekommen. Ich spielte das Spiel mit. Also fuhren wir wieder in die Stadt, es dauerte fast eine Stunde, ich bedankte mich ziemlich oft, worauf sie nichts weiter zu sagen wusste, als das Gott „great“ ist, genauso wie, das Jesus „great“ ist. Man das war ein verfickt beschissenes Gefühl. Die arme Frau, dachte ich und ich nutze das auch noch schamlos aus. Im Nachhinein ist das schon etwas verrückt, aber im Grunde war es das beste, was mir hätte passieren können. 50 Dollar fürs Ticket ist doch Klasse. Oder? Als Tramper, Hitchhiker oder junger Reisender geht es ja eh hauptsächlich darum mit so wenig Geld wie möglich die weiteste Strecke zurück zu legen, moralische Werte hin oder her. Außerdem sind altruistische Handlungen dieser Art, oft mit einem übergeordneten Ziel verbunden, wie zum Beispiel die Erlösung erfahren oder ins Paradies zu gelangen, auch wenn es zunächst als selbstlos angesehen warden kann. Wir fuhren nach viel hin und her in die Stadt zur richtigen Bahnstation, nachdem wir zuvor die falsche angesteuert hatten. In der Zwischenzeit, war es Mittag, sehr heiß, sowie zweieinhalb Stunden vergangen. Am Schalter hieße es dann „fully booked“. Der letzte Zug nach Sydney an diesem Tag ausgebucht, das war zu viel für die selbstlose, schwarzhaarige Frau. Sie war sichtlich genervt. Sie zahlte mir schlussendlich ein Firs-Class Ticket für den nächsten Morgen, was 130 $ kostete. Unglaublich. Wir verabschiedeten uns herzlich.

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Beautiful trainstation in the middle of nowhere.

Nachmittags traf ich zwei Mädels, die ich zwei Abende zuvor kennengelernt hatte und übernachtete ziemlich ungemütlich am Bahnhof. Der Zug ging morgens früh. Um die Zeit zu überbrücken, jonglierte ich ein wenig am Bahnsteig.

 

Ziemlich cool, wie das so verlief. Die Zugfahrt war ganz angenehm, in der Kabine der ersten Klasse, traf ich ein junges Mädchen, mit dem man sich gut unterhalten konnte. 11 einhalb Stunden später kamen wir in Sydney, an der Central Station, an. Nils, einer meiner besten Freunde, holte mich am Bahnhof ab. Er wusste, dass ich komme. Es war ein mega schönes Gefühl, ihn wieder zu sehen.

Am nächsten Tag fuhren wir zu Marius und Carla. Es war eine wundervolle Zeit, wir waren viel unterwegs, obwohl die drei ja auch noch einen normalen Arbeitsalltag zu bewältigen hatten. Und ich – der hier und da mal aus dem Spieleparadies abgeholt werden musste – mittendrin. Es hat super viel Spaß gemacht. Wir waren in einem Nationalpark, an einem atemberaubenden Ort, zwischen Felsen, türkisenem Meer und fantastischer Natur, waren Klippenspringen, entdeckten die Partykultur von Sydney, trafen die Dudes am Bondi Beach, wo wir auch ein bisschen mit den Surfboards übten, schließlich war es, zumindest für mich, wieder das erste mal auf den Wellen, seit Marokko. Außerdem kam ich, dank Carla, in den Genuss, den mehrfach ausgezeichneten Strawberry-Watermelon-Cake von Black Star Pastry probieren zu dürfen. Er ist wirklich extrem lecker und für einen australischen Sommertag, neben einem kühlen Bier und einer frischen Meeresbrise, genau das richtige. Ein Video findet ihr im Link. In Melbourne kommt ihr demnächst auch auf den Geschmack und könnt diesen leckeren Erdbeer-Wassermelonen-Kuchen probieren, da in den letzten Tagen, in der „funky“ Metropole auch ein Kaffee eröffnet hat. Carla, die Gute, wurde dort Supervisor.

Zu guter Letzt dachten wir uns an einem alkoholreichen Abend, es wäre doch eine tolle Sache, wenn wir uns ein gemeinsames Tattoo stechen ließen. Ich muss grinsen. Es war ein komisches Gefühl sich irgendein beliebiges Motiv tätowieren zu lassen. Wir nahmen, für uns vier, vier verschiedene kleine Symbole, warfen sie zusammen und jeder durfte eines ziehen, welches er dann unter die Haut gestochen bekam. Unglaublich spannend.

Nach fast anderthalb Wochen bei den lieben Menschen dort, machte ich mich weiter auf den Weg nach Norden, immer auf der Suche nach verrückten Leuten, schönen Orten und einem Hauch Abenteuer.

Irgendwo zwischen den Tagen traf ich noch einen Freund, aus damaliger Zeit, am Flughafen in Sydney. Jens war während meiner Ausbildung Praktikant bei uns und wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Er hat nun fast ein Jahr in Neuseeland gelebt. Nun ist er auf Bali, dann nimmt er sich Asien vor. Feierlich musste ich feststellen, dass wir beide reifer geworden sind und Jens verdammt gut trainiert. Schön, dass es ihm gut geht.

Fortsetzung folgt…

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Schaut vorbei.😊😊
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Heute Trampe wir weiter nach Cadaques, Spanien. Eine wunderhübsche, süße Stadt am Mittelmeer, die von Touristen nicht so überrannt ist. 🙏🏾
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Grüße aus Südfrankreich ihr Nudeln.❤️❤️ @culinaryhitchhiker .
Photo: @eugensellin der süße. .
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  • 🥕🥕🥕Zwiebeln bilden wunderbare Röstaromen, wenn man sie anbrät.
Die unterschiedlichen Sorten haben einen verschieden hohen Zuckeranteil, daher variiert auch der Grad der Röstung durch das karamellisieren. 
Somit ist die Wahl der richtigen Zwiebel zum jeweiligen Gericht ein Muss.
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Einen guten Start ins Wochenende. @culinaryhitchhiker 🙂
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Wer hat alles einen feigen Baum im Garten stehen? 😂😂😂
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Habt ihr Ideen? Als Hammer vielleicht? 🤔
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Demnächst erkläre ich auf meinem Food und Travel #blog, wie man manche Küchenutensilien sinnvoll entfremdet. . 
Diese Suppenkellen hier haben wir in einem kleinen Restaurant gefunden. 🐱Bis morgen. @culinaryhitchhiker 
Photo : @eugensellin . .
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Gedünstete Kohlrabi und Karotten #pasta mit #kürbis chutney, #safran und #thymian
Photo : @eugensellin 🤗
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Das Rezept findet ihr demnächst auf meinem Food 'n' Travel #blog✌🏽✌️
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Den heutigen Tag haben wir ausschließlich in der #natur verbracht, waren #kajak fahren, quatsch gemacht und uns gefühlt wie #kinder. Leider ohne Handy, deswegen auch ohne Story. 
Ey und ich habe ernsthaft 15-20 Mückenstiche. 😤
Wisst ihr, was man gegen das jucken tun kann? 🤔
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Wann ward ihr das letzte mal einen Tag lang nur im Grünen und in der Natur?
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Ich drücke gleich nochmal die Menschen, die um mich rum sind. Habt einen schönen Abend. @culinaryhitchhiker
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  • Petite👶 dejeuner a la Montpellier.🇫🇷
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Ich habe mein Ziel vorerst erreicht. #südfrankreich ist eine wundervolle Gegend, irgendwie fühle ich mich hier sehr heimisch. Der Duft nach frischem #fisch vor den Restaurants, die prickelnde Sonne auf der Haut, guter, streng riechender #fromage, viel #natur, der Klang dieser wunderbaren Sprache und die alten französischen Steinhäuser aus der Römerzeit.
Immer wenn ich mich aus meinem Nest traue, beginne ich, mir Gedanken über Fernweh zu machen und die Eile in die Ferne wird größer.
Wie geht es euch in solchen Situationen?
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Die schöne Caro, @cyufucker kam heute mit dem Zug und wir werden morgen die Gegend erkunden.🤹‍♀️💏
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